Du hast so einen Kloß im Hals - und er will raus. Du willst das aber nicht.
Du willst vorsichtig sein und ihm Mut machen. Ihm Dinge sagen, die ihn aufheitern, lächeln lassen, ihn wieder glücklicher machen. Du verstehst ihn , aber das weiß er nicht.
Deine Luft scheint dir wie abgeschnürt und du willst nicht mehr gleichmäßig atmen. Du versuchst ein Lächeln. Los, noch eins, sonst wird das nichts. Sag was, das ihn aufmuntert.
Er liebt dich, das weißt du doch! Versuch wenigstens einmal, nicht nur an dich zu denken!
Du bemerkst deine Knie zittern .. ja na und - lass jetzt die Kälte Kälte sein!
Du schließt die Tür und bist heilfroh, dass du ihm vielleicht doch irgendwie helfen konntest.
Aber der Kloß ist noch da. Du setzt dich drinnen auf dein Bett und schaust im Raum umher.
Schließlich auf deine Hände. Kalt sind sie, aber das sind sie immer.
Wasser tropft auf dein Laken. Du merkst das Drücken in deinem Hals, das dir bis in den Bauch zieht. Du versuchst es zurück zu halten.
Aber still tropft noch mehr Wasser an deinem Kinn herunter. Als du es endlich zulässt und nicht mehr nachdenkst, merkst du wie du langsam wieder normal atmen kannst.
Als du dann mit deiner Zunge über deine Lippen gehst, schmeckt es salzig.
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