Sonntag, 25. September 2011

ein kurzer Augenblick ..




18. September
Ich schaue aus dem Fenster. Dann auf meine Uhr. Es ist plötzlich dunkel geworden .. um sieben Uhr abends. Als ich genauer hinschaue, bemerke ich wie wunderschön es aussieht. Ich laufe runter auf die Straße. Die Luft ist klar. Keine Menschen - keine Autos. Über mir hängen die dicken schweren Wolken. Es kommt mirvor als seien sie ganz nah. Als müsse ich nur meine Hand ausstrecken um sie zu berühren. Es ist wie in einem großen Zimmer, in dem jemand vergessen hat das Licht auszuschalten. Alles fühlt sich so warm und klein an. Ich schließe die Augen und atme tief ein. Nach einiger Zeit spüre ich wie ein Tropfen auf meinen Arm fällt. Noch einer - und es werden immer mehr. Erst als mein T-shirt übersät ist mit kleinen dunklen Flecken, stelle ich mich ins Treppenhaus und schaue aus der Tür. Keine zehn Sekunden später leeren die Wolken ihren Inhalt über uns aus. Es schüttet ganze zwei Minuten lang. Dann ist plötzlich alles vorbei. Die Wolken ziehen weiter und das wunderbare gelbliche Licht ist verschwunden. Ich schließe die Tür hinter mir, schalte meine Schreibtischlampe ein und setze mich wieder an meine Hausaufgaben.




Donnerstag, 22. September 2011

Die Wolken über mir

Mein Leben ist wie eine dicke weiße Wolkendecke. Manchmal scheinbar endlos. Keine Sonne - kein Regen. Aber es gibt Löcher. Das ist da, wo man was vom blauen Himmel sehen kann. Wunderschönes Hellblau, das meine Welt heller macht und es nicht bei dem tagtäglichen grau belässt.
Ich habe das Gefühl, die Sonne traut sich nicht mehrraus. Sie ist kaum noch da. Es wird Herbst und schließlich wie Winter. Manchmal zweifle ich daran, dass es sie überhaupt noch irgendwo gibt. Vielleicht versteckt sie sich nur und ich muss sie erst finden - nach ihr suchen.
Es gibt da Leute in meiner Welt, die machen einfach so diese riesigen Löcher in die Wolkendecke. Frage mich manchmal warum die das können!? Ein schöner Tag am Maschsee, ein netter Eisverkäufer und ein verpasster Zug. Die machens um einiges größer.
Tage voller Enttäuschungen und viel zu vielen Gedanken und schon ist da wieder nur Wolken.

Freitag, 9. September 2011

ohne Grund

ich glaube manchmal passieren Dinge aus gutem Grund.
vielleicht sollte es ja einfach nicht sein, weil man es nachher bereut. Ist mi auch schon passiert. Klar, danach kann man immer sagen, dass es vielleicht anders gelaufen wäre, wenn..
aber man kann das was passiert ist eben nicht rückgängig machen. wer kann das schon?
Wenn ich die ganze Zeit hoffe, dass eine bestimmte person irgendwas tut, dann geschieht es sowieso nicht. ich kann hoffen und hoffen und hoffen.
was hab ich falsch gemacht? fragt man sich. man wird aber sicher von seinen Hoffnungen enttäuscht.
vielleicht ist es gut wenn man enttäuscht wird.
vielleicht ist es gut. dann weiß man nämlich ganz genau dass es niemals anders gelaufen wäre. Es wäre immer zum selben ergebnis gekommen. Man hätte gewusst was los ist. Man hätte auf alle Fragen eine Antwort gekannt.
So ist alles anders. Fragen bleiben unbeantwortet. Die gefühle die selben.
vielleicht wird man ewig hoffen, es würde sich irgendwas ändern. Eigentlich weiß man: das wird es nie.
Man kann nie wirklich sicher sein, ob es letztendlich doch anders ausgegangen wäre.
vielleicht ein Happy End?
Vielleicht gab es nie wirklich einen Grund sich Gedanken zu machen. Alles war sinnlos. oder umsonst?
das kann doch aber nicht sein.. sollte da wirklich ende sein?
ich weiß es nicht. vielleicht ..



P.S. sind nur ein paar gedanken.. ist ein bisschen durcheinander =)
                .. bin selbst ein bisschen verwirrt.

Dienstag, 6. September 2011

Letzter sein

Ich hab mich da mal an sowas versucht.. ist vielleicht nicht ganz ein Poetry Slam. aber wer sagt, dass es sich reimen muss?

Letzter sein
Ich bin oft letzte.
Ich will nicht letzte sein. Nicht immer. Nicht so oft.
Ich bin die Letzte, die springen darf. Die Letzte, die zeigen darf was sie kann.
Die Letzte in der Schlange. Ich muss mich noch beweisen. Alle anderen sind fertig. Ich bin fast allein.
Nur die Vorletzte schaut mir noch zu, wie ich meinen Ball im Korb versenke.
Mal wieder die Einzige, die noch keinen Tanzpartner hat - und nächste Woche ist Abschlussball. Was ist los? Zu feige. zu still. zu anders?!
Die Letzte, die nach ihrer Meinung gefragt wird oder irgendeinen Kommentar abgibt.
Vergessen? Was, die Hausaufgaben? Wohl eher nicht. Ganz bestimmt nicht die. Mich anzurufen oder unsere Verabredung?
Ich bin selbst vergesslich. Hab mein Passwort vergessen.
mein Einziges. schon wieder. - Was, schon Morgen? sorry.
vielleicht übertreibe ich.
Alle lachen. Über was? Haselnussschokolade? Worum gehts? Lasst mich mitlachen!
"Neulich, es war einfach .." hallo? hörst du mir überhaupt noch zu? Rede ich zu viel? Vielleicht zu viel Schwachsinn, zu lange oder zu schnell?
Was kann ich denn tun?
Worauf kommt es denn eigentlich an? Darauf wie so oft die Letzte zu sein? Oder die Erste? Vielleicht wäre in der Mitte nicht schlecht. Ja. Die Mitte. Da ist es gut. Genau zwischen all den anderen. Unauffällig.
Aber da ist man ja gar nicht zu sehen! Also doch lieber Letzter?!
und wenn ich nun dann mal doch nicht letzte bin.. dann ja wer anderes. Vielleicht du?
du meinst du schaffst das. ist nicht schlimm? nja, vielleicht. aber: nein.
Du sollst nicht Letzter sein. Nicht wegen mir.

Samstag, 3. September 2011

Poetry Slam

Jaa. Was ist das wohl? =)
Erst mal bedeutet Slam (engl.) so viel wie "kräftiger Hieb" oder "dem Gegner eine Niederlage beibringen". also.. -> Slam Poetry ~ "Heftige Dichtung".
Allgemein ist das ein Dichterwettkampf. Jeder mit einem eigenen verfassten Text darf an so einem Poetry Slam teilnehmen. Alle sogenannten Künstler haben gleich viel Zeit auf der Bühne, dürfen aber kein Theaterstück oder reines Lied aus ihrem Auftritt machen. Ihre Darbietung wird dann vom Publikum bewertet und der Gesamtsieger erhält einen Preis.
Mehr über die Geschichte des Poetry Slams und wie man so einen Text verfasst erfahrt ihr hier.

Ich finde diese moderne Art von Gedichten ziemlich cool und habe mal ein Beispiel rausgesucht. =)
.. einfach mal anschauen, auch wenn der eigene Poetry Slam erst bei ca. 1:20 min. losgeht.